Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)

Allgemeines zu PAK

PAKs sind Kohlenwasserstoffverbindungen. Die wohl bekannteste Verbindung ist das Benzo{a}pyren (BaP). Bei der Feststellung und Bewertung der PAK Belastung eines Stoffes oder der Raumluft wird das BaP als Leitsubstanz verwendet.

PAK entsteht beim unvollständigen Verbrennungsprozess von organischen Materialien, sind aber auch in aus dem Alltag bekannten Substanzen wie z. B. KFZ-Abgase oder offene Feuerstellen enthalten.

Im Bauwesen findet sich PAK in Klebstoffen (insbesondere Parkettkleber), Abdichtung- und Beschichtungsmaterialien, Anstrichen usw. wieder. PAK kann sowohl in gasförmigen als auch in festgebunden Form vorkommen. PAK gehört zu den sogenannten KMR-Stoffen. Einzelne Vertreter des PAK sind somit nachweislich krebserzeugend, erbgutverändernd, toxisch und immunschädigend.

PAK-Grenzwerte

Ab einem Benzo{a}pyren (BaP) – Gehalt von 50 mg/kg st ein Material als relevant PAK-belastet zu bezeichnen. Beim Ausbau solcher Materialien sind besondere arbeitsschutztechnische Maßnahmen zu berücksichtigen und zu beachten. Diese Maßnahmen sind in der TRGS 551  vorgegeben.

Zusätzlich gibt die ARGE Bau weitere Grenzwerte und damit verbundene Handlungs-empfehlungen im Umgang mit PAK-belasteten Stoffen vor. Die Bewertung der Erfordernis einer PAK-Sanierung orientiert sich dabei an einem festen Schema. In der nachfolgenden Tabelle sind gem. den PAK-Hinweisen der ARGE Bau Orientierungswerte und die damit verbundenen Maßnahmen für die jeweils untersuchten Materialien bzw. Substanzen festgehalten.

TRGS 551: (Link zur BAuA) – Technische Regel für Gefahrstoffe. Teer und andere Pyrolyseprodukte aus organischem Material. Ausgabe August 2015. GMBl 2015 S.1066-1083 [Nr. 54] (v. 6.10.2015). Geändert und ergänzt: GMBl 2016 S. 8-10 [Nr. 1] (v. 27.1.2016).

Werbeanzeigen